Du hast ein Kreativ- oder Handmade Unternehmen und möchtest nicht Stundenlang im Arbeitszimmer stehen und Produkte herstellen, um mehr Geld zu verdienen? Ich als Handmadecoach liebe es, Dir Tipps zu geben, einfach und ohne extra Stress mehr Umsatz durch Sichtbarkeit zu haben. Es gib viele Wege um mehr Einnahmen mit der Handarbeit zu bekommen ohne extra Produkte herstellen zu müssen. Und eine davon ist: kreativ Workshop anbieten. In dem Blogartikel gebe ich Dir eine klare Anleitung und beantworte Dir möglichst viele Fragen zum kreativ Workshop anbieten. Denn sind wir mal ehrlich - die klassische Handarbeit wie stricken, nähen oder auch töpfern kostet vor allem ZEIT.
Kreativ Workshops sind der Renner. Nicht nur für besondere Anlässe wie JGA, Geburtstag oder auch Babyshower sind diese Workshops gerade bei Frauen enorm beliebt. Sie sind bei Frauen auch ein Moment der kreativen Auszeit und gemeinsame Erlebnisse mit der Freundinnen oder gleichgesinnten.
Auch meine Kundinnen bestätigen immer wieder: "Manuela, meine Workshops sind immer rappelvoll..."
Willst Du ganz schnell antworten? Ich habe Dir häufigsten hier für Dich aufgegriffen zum Thema kreativ Workshop anbieten, mehr hast Du im nachfolgenden Blogartikel.
Wo kann ich Workshops in meiner Region anbieten?
Je nachdem wer/wo Deine Zielgruppe ist eignen sich Jugend- und Freizeiteinrichtungen, Bildungsträger wie z.B. VHS, Ämter und Gemeinden (wer hat z.B. Firmenjubiläum, Tag der offenen Tür, Veranstaltungen oder ähnliches), Unternehmen oder Örtlichkeiten welche zu Deiner Zielgruppe passen. (z.B. Bio-Erlebnis Bauernhof), Schulen und Kindergärten, Messe und Veranstalter vor Ort.
Wie kann ich mich vor Ort bekannt machen für kreativ Workshops?
Trage Dich in sämtliche Register der Gemeinden oder Ämter von Veranstaltungen ein als Workshop Anbieterin für XY. Gehe zu Netzwerktreffen in Deiner Region. (z.B. über die IHK, Frauennetzwerke oder auch zu Gründertreffen.) Aber auch soziale Netzwerke wie Facebook kann helfen, indem Du Dich in regionalen Gruppen vorstellst. Ganz klassisch: Sich kurz überall vorstellen und Flyer hinterlegen. Oder auch per E-Mail.
Wie vermarkte ich meinen kreativ Workshop?
Klassisch über Flyer, Aushänge (z.B. bei Supermärkten, Gemeinden, Jugendzentrum, Unternehmen, Dienstleistern etc. ja nachdem wer/wo die Zielgruppe ist). Social Media mit der Bitte Deiner Community/Follower das zu teilen und zusätzlich in Regionalen Gruppen. Bekannte und Freunde. Eventuell unterstützt der Veranstalter zusätzlich dabei auf seiner Website.
Welche kreativ Workshops werden gut gebucht?
So ziemlich alles, es starten beim nähen. (nähen lernen oder besondere Produkte herstellen z.B. "Dein erstes Kleid nähen"), stricken (hier ebenfalls stricken lernen oder erste Socken stricken). Weiteres auch immer mit Variationen zu Grundkursen und besondere Produkte. Auch saisonale kreativ Workshops werden gerne gebucht wie z.B. Adventskranz herstellen oder auch nach Anlass für JGA; Geburtstag, Baby Shower. Allgemein laufen folgende weitere Workshops richtig gut: sticken, Makramee knüpfen, Blumenkranz Deko herstellen, Kerzen designen oder gießen, Papierkarten oder weitere Papierprodukte basteln, Perlenschmuck (oder anderer Schmuck), plotten, Seifen sieden, Kunst- und Malen.
Wie lege ich meinen Preis für meinen kreativ Workshop fest?
Materialkosten pro Teilnehmer, + 10% Aufschlag für Materialverlust (z.B. Verschnitt, irgendwas ging schief oder neues Material wird gebraucht) + 10% Aufschlag durch Verschließ (vor allem zu empfehlen wenn Du eigene Maschinen nutzt, wie Stickmaschinen, Plotter etc.) + Arbeitszeit Vorbereitung + Arbeitszeit Auf- und Abbau + Arbeitszeit vor Ort + ggf. Mietkosten + ggf. Verpflegungskosten Deiner Teilnehmer (z.B. Getränke, welche Du kaufst) + Reisekosten.

Du willst das ganze lieber als Video ansehen? Dann klicke und komme zum YouTube Video
Hiermit bestätige ich, dass ich etwa alle 10 Tage Informationen in Form von Newslettern zu Produkten von „dein handmadecoach“ erhalten werde. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.
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1. Einmaliger Aufwand - mehrfacher Umsatz
Ob Du nun alles vorbereitest für 5 Teilnehmer oder für 25 Teilnehmer, der Grundaufwand bleibt identisch. Ja na klar, braucht Material-Vorbereitung für 5 Personen länger, als für 25 Personen - aber - der grundsätzliche Aufwand ist ähnlich hoch. So ist Fahrzeit, Zeitaufwand vor Ort und Aufwand der Betreuung sehr ähnlich. Und jetzt stell Dir mal vor, Du hast im Handmade Onlineshop 5 Bestellungen oder 25 Bestellungen. Ich denke, Du siehst schon worauf ich hinaus will. Das Thema Zeit gegen Geld ist bei einem Gruppen-Event wie bei einem kreativ Workshop ein Riesen Punkt für Dich! Und mal ehrlich - schnell und einfach mit einem Aufwasch Geld zu verdienen, finden wir ja alle nicht schlecht? 🙂
ps. Das erstmalige Organisieren ist sicher ein großer Aufwand, Du kannst aber zukünftig das dann immer wieder nutzen.
2. Neuer Kundenkreis - einfach mehr Geld
Kunden die einen kreativ Workshop buchen, wollen selbst herstellen. Viele denken sie verlieren so Kunden oder -schlimmer- die Menschen machen dann die Produkte nach mit Handmade Shop und werden dann zur Konkurrenz. Jetzt kommt wieder meine 100% knalltrockene Ehrlichkeit: Ja das kann passieren. ABER: Jemand der das will braucht Dich nicht dazu! Pinterest, Etsy & Co. ist voll von "Inspiration", wenn jemand das machen will, macht er das auch ohne Deinen kreativ Workshop. Die Gefahr neue Kunden nicht zu beachten, die Deinen kreativ Workshop buchen würden ist viel höher! Und noch was: Diese Kunden hast Du auch in Deinem eigenen Onlineshop nicht verloren. Weil entweder A) wären sie das ohnehin nie geworden, weil sie Selbermacher sind oder B) kaufen sie vielleicht was anderes von Dir was sie in Deinem Workshop nicht gemacht haben. Nicht jeder der einen kreativ Workshop besucht, holt sich danach direkt die komplette Ausstattung und legt daheim los.
3. Kontakte, Netzwerken und regionale Stärke Deines Handmade Labels
Das ist von den meisten stark unterschätzt, weil es erstmal gar nichts greifbares ist, aber das Thema Netzwerken, Kontakte aufbauen und die regionale Bekanntheit ist nicht zu unterschätzen. Weitere Ideen um Dein Label regional bekannt zu machen findest Du in meinem Blogartikel Handmade Business aufbauen - So machst Du Dein Label bekannt. So entstehen durch die kreativ Workshops vor Ort oft richtig gute Kooperationen, Support und weiter Geschäftsmodelle, sei es weitere zusammenarbeiten in einem Laden. Einladungen als Speaker oder zu Messen usw. Und was meine Kunden oft berichten: Oftmals kommen dann kleinere Unternehmen, oder eine Frauengruppe auf sie zu und wollen einen kreativ Workshop. Das heißt Deine Kunden rekrutieren sich untereinander selbst und Du musst gar nicht so viel aktiv Verkaufen/bewerben.

Foto eines Workshops von Katja vom Handgemacht Blog
Die Liste ist unendlich, prinzipiell eignen sich aber meist diese:
Wichtig: Du solltest immer genau nach den Bedingungen fragen, nicht dass es günstig erscheint um am Ende plötzlich eine hohe "Reinigungsgebühr" dabei steht.
"Schnäppchen" lassen sich immer dann machen, wenn Du antizyklische Termine hast. Wenn Du z.B. Deinen kreativ Workshop an einem Dienstagabend hältst in einem Café, bei dem an dem Tag tote Hose ist, hast Du vielleicht sogar eine kostenlose Location, wenn Deine Kunden dort Getränke kaufen und vielleicht ein Stück Kunden genießen.
Daher kleiner Tipp: Zeige vor allem den Raumgebern, was sie davon hätten, Dich den kreativ Workshop anbieten zu lassen in ihren Räumlichkeiten, so hast Du Chancen, dass Du eine WinWin Situation hast.
Tipps zur Location für Deinen kreativ Workshop
- nicht zu groß und nicht zu klein
- Gute Erreichbarkeit (öffentliche Verkehrsmittel oder PKW)
- Parkmöglichkeiten (bei schlecht erreichbaren oder ländlichen Locations)
- Passende Einrichtung (Stühle, Tische, Toiletten, Heizung etc.)
- Klare Mietbedingungen (Heizung, Strom, sanitäre Anlagen, Reinigung etc.)
- Wenn irgendwo im öffentlichen Raum (extra Raum vorhanden? Niemand möchte "kostenlose" über-die-Schulter-schau-Leute da stehen haben)
Wenn Du oben schon gespitzt hast, weißt Du schon, dass Du nicht nur Material (+10% für Verschnitt und kleinere ungeplante "mehr" Ausgaben von Material) pro Teilnehmer und Deine dortige Arbeitszeit berechnen solltest, sondern auch "versteckte" Kosten wie z.B.:
Verschleiß/Nutzung/Maschinen
Bringst Du hochwertige Stoffscheren mit, Geräte wie Stickmaschinen oder auch sonstiges Arbeitsmaterial wie Formen oder ähnliches, was Du anschließend wieder mitnimmst, so macht es Sinn hier 10% Deines Stundensatzes dafür pro Teilnehmer aufzuschlagen.
Zeit-Aufwand/Anreise/Location
Hier solltest Du alles umlegen an Arbeitszeit zur Vorbereitung, Bestellung der Materialien, Auf- und Abbau vor Ort und die eigentliche Workshop Zeit, zudem Anreise (zeitlich und finanziell wie z.B. Spritkosten, Parkkosten etc.). Tracke Dir Deine Zeiten: Wir lange brauchst Du für was? Das legst Du alles auf jeden Teilnehmer um.
Ebenso wie eventuelle Mietkosten für die Location.
Werbung/Gebühren/Verkauf
Auch das wird oft vergessen: Wie viele Instagram Posts hast Du dafür gemacht? Welche Transaktionsgebühren z.B. für Paypal musst Du zahlen nach der Buchung Deiner Workshop Teilnehmer? Was kostet Dich Dein Onlineshop oder Deine Website?
Gründliche Planung: Mit einer guten Vorbereitung kannst Du kreativ Workshops nicht nur stressfrei, sondern auch äußerst erfolgreich gestalten. Plane alles im Detail, Tracke was wie lange dauert (gerade fürs erste mal enorm wichtig, um für die zweite Runde nochmal nach kalkulieren zu können).
Organisation: Erstelle Dir Boxen die Du beschriftest mit "Material Teilnehmer", oder "eigenes Material", "Zubehör" oder auch "Verpflegung". So hast Du alles schon sauber und griffbereit.
Fotografiere Deinen Aufbau nach dem ersten Durchlauf, dann musst Du für später nicht überlegen, wie es das letzte mal aufgebaut war.
Werbung im Workshop: Gehe während des Workshops live auf Instagram (das ist mega gute Werbung!) oder zeige anschließend ein aufgezeichnetes Video als Instagram/Facebook Beitrag an. (Datenschutz der Teilnehmer beachten). (Datenschutz der Teilnehmer beachten). Verteile danach Flyer oder bitte sie Dir auf Instagram zu folgen. Hier findest Du mehr Tipps um auf Instagram zu verkaufen.
Mindestteilnehmer Zahl: Überlege Dir auch, ob Du eine Mindestteilnehmerzahl möchtest und was Deine Höchstteilnehmer Anzahl sein soll, damit Du diese noch gut unterstützen kannst.
Befrage Deine Teilnehmer (ggf. schriftlich) was ihnen gefallen hat, was Du verbessern könntest, oder ob ihnen was gefehlt hat. Bitte um Kundenstimmen die Du öffentlich nutzen kannst. So kannst Du diese direkt auf Deiner Buchungsseite als Referenz nehmen und neue Teilnehmer buchen so schneller, weil sie ein gutes Gefühl haben.

Informiere Dich auch über weitere rechtliche Themen wie z.B. Versicherungsschutz Deiner Teilnehmer vor Ort wenn ihnen was passiert, sodass sie sich schneiden oder sonst was. Aber auch einen Versicherungsschutz für Dich, wenn Du Location durch Deinen Workshop einen Schaden bekommt? z.B. Kerzenwachs der nicht mehr vom Teppich zu lösen ist. Hier ist man in der Regel bei betriebliche Haftpflichtversicherungen gut beraten.
Gesundheitshinweise und Sicherheitsdatenblätter: Ja das hört sich schlimm an, wird die meisten eher nicht betreffen. Aber: stellst Du Kerzen her, arbeitest mit Harze, Öle oder ähnlichem, solltest Du darauf achten Deine Teilnehmer darauf hinzuweisen und Dich ggf. zusätzlich abzusichern.
Nutzungsreche: Was dürfen die Teilnehmer mit dem Produkt anschließend machen? Dürfen sie es gewerblich verkaufen? Auch das solltest Du ggf. prüfen und in die AGB mit aufnehmen.
GEMA: Ohhe ja das kommt leider auch auf Dich zu, wenn Du Musik laufen lässt im Hintergrund. Denn das gilt rechtlich meist als öffentliche Wiedergabe. Hier solltest Du prüfen, ob z.B. die Location eine GEMA Lizenz hat. Bei einem Restaurant/Café bist Du da vermutlich auf der sicheren Seite. Dennoch solltest Du auch das beachten.
Zusammenfassung: Unterschätze nicht die Haftungsfrage! Achte darauf, dass Deine Betriebshaftpflichtversicherung das Anbieten von Workshops beinhaltet. Informiere Teilnehmer vorab über eventuelle Allergien oder Sicherheitsregeln und weise in Deinen AGB darauf hin, dass gebuchte Workshop-Termine (ähnlich wie Konzerttickets) vom gesetzlichen 14-tägigen Widerrufsrecht ausgenommen sind.
Wenn Du bis hier hin gelesen hast, will ich Dich ermutigen! Ja das ist alles zu Beginn erstmal viel, gerade das rechtliche Thema wird viele abschrecken. Vielleicht auch Dich? Aber Du musst ja zum Glück nicht immer alles jedes mal neu machen. Die Location hast Du dann meist dauerhaft, sowie die rechtlichen Dinge nach dem ersten integrieren in AGB und Co. ebenso.
Auch meine Kundinnen bestätigen, dass kreative Workshops anbieten richtig gutes Geld bringt. (Mit verhältnismäßig wenig Aufwand, wenn das Grundgerüst mal steht!). Stell Dir vor, Du verkaufst ein Workshop mit 1,5 Stunden zu 89,-€ dann hast Du bei 10 Teilnehmern direkt 890,-€ Umsatz gemacht. Jetzt überlege mal, wie viele Produkte Du dafür herstellen müsstest.
Und ja - kreativ Workshops sind äußerst beliebt bei Frauen, aber auch bei Kindern und Teenager.
Ich bin Manuela – ehemalige Handmade-Shop-Besitzerin
Heute: Dein Handmade Coach
Mit einem Faible für ehrliches Marketing, cleveres Verkaufen und einer Prise Humor.
Ich glaube fest daran, dass Marketing nicht kompliziert sein muss – besonders nicht mit der richtigen Person an der Seite, ein bisschen Mut und den richtigen Strategien.
Fun Fact: Ich habe ALLE Fehler gemacht, damit Du es nicht mehr musst. 😉
Bereit, Deine Produkte vom Schrank ins Spotlight zu bringen? Dann bleibe hier und schau Dich gleich um.
